Wie Bleibatterien länger leben

Der Novitec Megapulse kann das Ausfallen einer Starterbatterie wirksam verhindern.

Kleiner Retter für die Bleibatterie: der Novitec Megapulse. Bild: Novitec GmbH
Kleiner Retter für die Bleibatterie: der Novitec Megapulse. Bild: Novitec GmbH
Claus Bünnagel
BATTERIEN

Viele Busse, vor allem Reisebusse, sind derzeit wegen der Corona-Krise abgestellt. Zwar ganz und gar nicht aus wirtschaftlicher Hinsicht für das Unternehmen, aber doch aus technischer für das Fahrzeug ist das eigentlich kein großes Problem – mit einer Ausnahme. Und das betrifft die 12-V-Batterien, ob Gel-, AGM- oder Nassbatterie. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit könnte ein unliebsames Erwachen aus dem zwangsverordneten Schlaf erfolgen.

Normalerweise nimmt das Bleisulfat, das gleich nach der Entladung in amorpher Form vorliegt, bei Ladung bereitwillig den Strom vom Ladegerät auf. Nach einiger Zeit der Ruhe, also ohne Ladung, geht die amorphe Form allerdings in eine kristalline über. Und diese „tote“ Masse nimmt keinen Strom mehr auf, sie steht für künftige Arbeitsspiele nicht mehr als Energielieferant zur Verfügung. Der Fachmann sagt: „Die Batterie ist sulfatiert.“

Batterie wird „kleiner“

Die Batterie verliert also nach und nach an Kapazität, sie wird bildlich gesprochen „kleiner“, bis sie als defekt gilt – eigentlich ist sie nur zu klein für den definierten Einsatz geworden. Wenn Batterien also fachgerecht – gleich nach dem Einsatz – wieder aufgeladen würden, gäbe es das Problem der Sulfatierung nicht. Die Erfahrung zeigt, dass das zwar wünschenswert, aber wirklichkeitsfremd ist. Und so werden viele Tausend Batterien für tot erklärt, die eigentlich nur „im Koma“ liegen.

Der Umwelt schadet dies in dreierlei Hinsicht: Allein in Deutschland werden jedes Jahr etwa 10 Mio. Starterbatterien aus Kraftfahrzeugen entsorgt. Das sind gut und gerne 200.000 t „Schrott“, die vom Verwender einen langen Weg zur Entsorgung durchlaufen müssen. Beim Einschmelzen werden riesige Summen an Energie benötigt und trotzdem verbleiben am Ende Tonnen an hochgiftigem Klärschlamm.

Hochfrequente Ministromstöße

An dieser Stelle kommt der Megapulse von Novitec ins Spiel, der in etwa die Größe einer Zigarettenschachtel hat. Je eines der Geräte kann mit wenigen Handgriffen an den beiden 12-V-Batterien angebracht werden – ob an neuen oder bereits im Einsatz befindlichen. Es sendet hochfrequente Ministromstöße in den Akku, die die entstandenen Bleisulfatkristalle von den Bleiplatten der Batterie rütteln und führt sie zurück in aktive Masse. Das Gerät arbeitet bei jeder Fahrt gespeist durch die Lichtmaschine oder bringt die Starterbatterie beim Nachladen mit einem externen Ladegerät wieder auf Vordermann. Mit seiner Hilfe lässt sich die Lebensdauer der Bleibatterie mindestens verdoppeln – auch ein nicht uninteressanter finanzieller Aspekt.

Denn die Investitionen in den kleinen Batterieretter halten sich in Grenzen. Pro Megapulse-Gerät werden 69,90 Euro (inkl. MwSt., UVP) fällig, für zwei Geräte, angebracht an den beiden 12-V-Batterien im Bus, also knapp 140 Euro. Bezogen werden können sie über diverse Anbieter wie beispielsweise Amazon oder Conrad Electronic und natürlich über Novitec selber. ■

Claus Bünnagel

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Seite 32 | Rubrik Technik