Incoming Deutschland: Ein zweites Standbein für Busunternehmen

Redaktion (allg.)

Deutschland hat sich einen Spitzenplatz unter den Reisezielen erobert, was auch mittelständischen Busunternehmen gute Chancen eröffnet.

Im abgelaufenen Jahr 2010 wurde erstmals die historische Marke von 60 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste durchbrochen“, so Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) im rahmen des Germany Travel Mart (GTM), der in diesem Mai in Köln stattfand. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr insgesamt 60,3 Millionen Übernachtungen in Deutschland von Gästen aus dem Ausland registriert.

Deutschland hat sich dabei einen Spitzenplatz unter den Reiseländern erobert (siehe Graphik) und ein Ende dieses Aufwärtstrends scheint nicht abzusehen: „Bei einer weiteren positiven Marktentwicklung scheint es realistisch, in den kommenden zehn Jahren die Marke von 80 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste zu durchbrechen“, zeigt sich Petra Hedorfer zuversichtlich.

Tatsächlich scheint die Bedeutung Deutschlands als Urlaubsreiseland weiter zu wachsen. Gerade die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft hat ein überaus positives Bild Deutschlands gezeichnet und viel für das Image des Landes getan. So wachsen die Übernachtungszahlen in Deutschland seit Jahren kontinuierlich über dem europäischen Niveau. Besonders stark ist beispielsweise das Wachstum der Übernachtungszahlen aus der Schweiz: Im Vergleich zum Vorjahr hat das Statistische Bundesamt ein Plus von 8,6 Prozent auf 4,2 Millionen Übernachtungen registriert. Ebenfalls überdurchschnittlich ist auch das Wachstum aus Polen mit 15,7 Prozent im Jahr 2010 und stark zugelegt haben die Übernachtungen von Reisenden aus den so genannten BRIC-Staaten: Brasilien legte um 42 Prozent zu, Russland um 24 Prozent, Indien wuchs um 26 Prozent, und der Zuwachs aus China lag bei 33 INCOMING Deutschland hat sich einen Spitzenplatz unter den Reisezielen erobert, was auch mittelständischen Busunternehmen gute Chancen eröffnet.

Prozent. Mit fast 1,1 Millionen Übernachtungen hat China Japan als Quellmarkt für Deutschland erstmals überholt. Diese Entwicklung macht deutlich, dass Incoming ein wachsender Markt ist, der in Zukunft gute Chancen auch für Busunternehmer eröffnet und sicher ein Markt mit Zukunft ist. Eine Reihe von RDA-Mitgliedsunternehmen ist beispielsweise schon lange in diesem Segment tätig, auf dem GTM gibt es das Band der „RDA-Incoming Operator“ (ein Aufkleber mit dem RDA-Verbands Logo; den teilnehmende Mitgliedsunternehmen auf Wunsch nutzen können). Marktkenntnisse gefragt Doch Incoming ist ein Spezialmarkt, der genaue Marktkenntnisse und Knowhow verlangt. Ist dieses vorhanden, kann eine Tätigkeit im Incoming jedoch ein sehr gutes zweites touristisches Standbein für ein

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Busunternehmen sein. Dies gilt vor allem, wenn das Unternehmen in einer Region beheimatet ist, die im Ausland bekannt und als Reiseziel attraktiv ist, wie dies bei München, dem Romantischen Rhein oder Berlin der Fall ist. Ebenso entscheidend für den Erfolg ist das Wissen über die Motive, warum ausländische Gäste nach Deutschland kommen, um die passenden Programme zu entwickeln.

So kommen laut dem „Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus“ der Deutschen zentrale für Tourismus (DZT) rund 40 Prozent der ausländischen Gäste nach Deutschland, um sich hier zu erholen und zu entspannen.

Mit dem Thema „Weinkultur und Natur in Deutschland“ rückt die DZT zusammen mit dem Deutschen Weininstitut Weinregionen als besondere Reiseziele in den Fokus. „Unsere Weine und Weinregionen eignen sich ganz hervorragend, um Deutschland international als Reiseland für Genießer noch attraktiver zu machen“, erklärt Petra Hedorfer die Hintergründe des neuen Themenjahres.

Generell sind die Motive für einen Urlaub in Deutschland bei deutschen und ausländischen Gästen laut DZT durchaus unterschiedlich: Bei ausländischen Besuchern steht der Spaß- und Vergnügungsaspekt eindeutig im Vordergrund (75 Prozent), darüber hinaus möchten sie in Deutschland „Neues erleben“ (59 Prozent) und „Einfach genießen“ (52 Prozent) aber auch „Städtisches Flair erleben“ (51 Prozent).

Bei den deutschen Gäste hingegen stehe zuerst „Erholen und Entspannen“ (57 Prozent) im Vordergrund. Danach komme für sie „Spaß und Vergnügen erleben“ sowie „Einfach genießen“ (jeweils 56 Prozent). Bei der Frage, warum man sich für Deutschland als Reiseland entschieden habe, stehen bei ausländischen Gästen „Sehenswürdigkeiten“ und „Atmosphäre/ Flair“ an erster Stelle, gefolgt von „Land und Leuten“, Kunst- und Kulturangebot“ sowie „Landschaft/Kultur“. Alle diese Motive gilt es in der Kundenansprache zu berücksichtigen, um erfolgreich zu sein. tb

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