Gärten und Kultur

Redaktion (allg.)

Im kommenden Jahr erwarten die Bustouristik viele Veranstaltungshighlights. ­Gruppenprogramme mit Themenschwerpunkten Garten-, Musik- und Kulturreisen lassen sich dabei flexibel miteinander kombinieren.

 

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Gartenschauen
Unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern“ öffnet am 26. April 2014 die Landesgartenschau in Gießen ihre Tore. Das Gelände der Gartenschau erstreckt sich über zwei Auen an der Wieseck und der Lahn. Damit werden Besucher eingeladen, zwei ganz unterschiedliche Gelände, die mit vielfältigen Angeboten zum Erforschen und zur Erholung gleichermaßen zu entdecken. Das Gelände der Wieseckaue wird mit der Gartenschau zum Wissenschafts-Volkspark. Hier können die Besucher selbst zu Naturforschern werden. Direkt hinter dem zentralen Eingang an der Ringallee öffnet sich die Wissenschaftsachse mit Wissenschaftsgärten. Ein besonderer Anziehungspunkt im Norden der Wieseckaue ist der Quellgarten.
Den zweiten Teil der Ausstellungsfläche bildet die westlich gelegene, frei zugängliche Lahnaue. Die Besucher können hier die Wasserlandschaft von Hessens wohl romantischsten Fluss über und unter der Oberfläche neu entdecken. Etwa mit dem Lahnfenster Hessen, das Einblicke in die Unterwasserwelt gibt.
Die Donaustadt Deggendorf lädt Besucher vom 25. April bis 5. Oktober 2014 zur Landesgartenschau Deggendorf nach Niederbayern ein. Die Besucher erwartet eine eindrucksvolle Parklandschaft mit Deichgärten, die auf einem eigens errichteten Parkdeck liegen. In die Beete werden zudem Objekte der Glasschaffenden aus dem Bayerischen Wald integriert.
Die Donau ist das zentrale Element und wird von einer Fuß- und Radwegebrücke überspannt, um in den gegenüber liegenden Teil der Gartenschau zu gelangen. Dort wird das fast schon vergessene Handwerk der Donaufischer noch einmal zum Leben erweckt.
Rund 3.000 Veranstaltungen und über 80 Beiträge aus der Region begleiten die Schau. Besonders empfehlenswert für Busgruppen beim Kulturprogramm ist das Wochenende des Drumherum – das Volksmusikspektakel im Bayerischen Wald, das in Auszügen am 7. und 8. Juni auf der Landesgartenschau gastiert.
Gartenkunst und -kultur präsentiert auch die niedersächsische Stadt Papenburg ihren Besuchern. Vom 16. April bis 19. Oktober 2014 wird es „Bunt und bliede“ hier – bunt und fröhlich – so lautet das Motto der Landesgartenschau Papenburg. Im Mittelpunkt der Parkgestaltung steht das maritime Erlebnis: So gibt es Decks und Kombüsen, eine Reling, eine „Waldreling mit Kommandobrücke“ (Baumerlebnispfad), einen Mehrgenerationenspielplatz „Große Welle“ und unterschiedliche thematische Kreuzfahrtstationen – alles pflanzlich umgesetzt.
Zu den Highlights der Gartenschau gehört die Blumenhalle im Industriekulturambiente der Kesselschmiede am Forum Alte Werft mit zwölf Hallenschauen. Für Busgruppen bieten die Veranstalter außerdem thematische Führungen an. Kleinveranstaltungen – vom Walk Act bis zum Männerchor, vom Komödianten bis zum Fitnessangebot – sorgen für Unterhaltung. Mehr als zehn Großveranstaltungen mit Schlagergrößen wie Dschingis Khan & The Legacy, Nik P., Linda Hesse, Großstadtfreunde und Kultband Torfrock runden das Veranstaltungsprogramm ab. Zudem bietet das touristische Angebot in der Region gute Kombinationsmöglichkeiten für Busgruppen – unter anderem mit einem Besuch der MeyerWerft.
Vom 16. April bis 12. Oktober 2014 ist die Römerstadt Zülpich Gastgeber der Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen. Unter dem Motto „Zülpicher Jahrtausendgärten – von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert“ präsentiert Zülpich mit der historischen Altstadt, dem Park am Wallgraben und dem Seepark drei Hauptschauplätze. Alle Bereiche sind über eine ehemalige Römerstraße miteinander verbunden. Im Park am Wallgraben mit seinem kulturhistorischen Erbe entdecken die Besucher kunstvolle Schaugärten, historische Streuobstwiesen und einen Rosengarten. Der große Seepark sorgt mit seinen üppigen Blumenschauen und zahlreichen Hausgärten, dem modernen Seebad, der Sparkassen-Seebühne und der RWE-RelaxWiese für entspannte und erlebnisreiche Momente. Der historische Stadtkern von Zülpich mit seinen mittelalterlichen Stadtmauern und Stadttoren bietet neben den Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur und der kurkölnischen Landesburg viele weitere Sehenswürdigkeiten.
Die Landesgartenschau  in Schwäbisch Gmünd findet vom 30. April bis 12. Oktober 2014 statt. Sie erstreckt sich von der historischen Stauferstadt über ein angrenzendes Waldgebiet hinauf zum höhergelegenen Landschaftspark Wetzgau. Die Besucher können ab Ende April Veranstaltungsorte „zwischen Himmel und Erde“ erleben. Das Gebiet auf der reizvollen Hochfläche bei Wetzgau bildet dabei den „Himmelsgarten“ der Landesgartenschau. Diesem angeschlossen ist der große Erlebniswald Taubental als „Himmelsleiter“. Das Stadtgebiet Gmünds zeigt den Besuchern dann das „Erdenreich“ der Gartenschau.


Festivals und Festspiele
Zum 50. Geburtstag der Opernfestspiele in Heidenheim, Baden-Württemberg, stehen vom 4. bis 27. Juli 2014 gleich zwei italienische Stücke auf dem Programm. Pietro Mascagnis „Cavalleria rusticana“ und Ruggero Leoncavallos „Bajazzo“ kommen in einer Doppelinszenierung auf die Bühne. Je nach Witterung finden die Opern-Aufführungen und Konzerte auf der Freilichtbühne Rittersaal oder ein paar Meter weiter im Festspielhaus Congress Centrum Heidenheim statt.
Ein weiteres Highlight in Baden-Württemberg sind die Osterfestspiele. Aus diesem Anlass laden die Berliner Philharmoniker und das Festspielhaus Baden-Baden vom 12. bis 21. April 2014 nach Baden-Baden ein. Im Mittelpunkt der Festspiele steht Giaccomo Puccinis Oper „Manon Lescaut“. Zudem entsteht nach der Berliner Realisierung für die Baden-Badener Osterfestspiele eine eigene Fassung der „Johannespassion“, die unter anderem auch am Karfreitag, 18. April 2014 um 18 Uhr aufgeführt wird.
Musikalische Höhepunkte bietet auch Thüringen mit den Thüringer Bachwochen 2014 vom 11. April bis 4. Mai 2014. Das Festival startet in Erfurt mit einer spanischen Interpretation der Brandenburgischen Konzerte des Orquesta barroca de Sevilla. Am Eröffnungswochenende erklingt auch die berühmte Matthäuspassion in der Arnstädter Bachkirche, interpretiert von „Gli Angeli Genève“, dem Ensemble für Alte Musik aus der Schweiz. Am Karfreitag ist dann Zeit für die „Johannespassion“: In der Weimarer Stadtkirche St. Peter und Paul stellt der schottische Dirigent John Butt mit seinem Dunedin Consort eine liturgische Fassung vor, bei der die Johannespassion um jene Choräle erweitert ist, die zu Bachs Zeit im Gottesdienst zu hören und zu singen waren.
Empfehlenswert ist auch der Weimarer Sommer vom 1.7. bis 31.8.2014. Hier wechseln sich im Juli und August Konzerte, Sommertheater, Tanz, Filmtage und Freiluft-Spektakel ab. Höhepunkte sind unter anderem das Sommertheater mit der Inszenierung des „Reineke Fuchs“, die Weimarer Meisterkurse der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, das Kunstfest Weimar und die Veranstaltungen rund um Goethes Geburtstag. Ein weiterer Höhepunkt ist die Open-Air-Konzertnacht mit der Staatskapelle Weimar unter dem Motto „Rule, Brittania!“
Mit der Veranstaltung „ExtraSchicht“ lädt das Ruhrgebiet Busgruppen am 28. Juni 2014 zur Entdeckungsreise durch die Region ein. Die ExtraSchicht setzt ehemalige Industrieanlagen und aktuelle Produktionsstätten im Ruhrgebiet in Szene. Gasometer, Kokereien, Zechen und Halden werden als Industriekulissen einmal jährlich zur Bühne für spektakuläre Inszenierungen internationaler Künstler.

Ausstellungen
Eine der großen Ausstellungen 2014 in Baden-Württemberg ist „Das Konstanzer Konzil“. Diese Landesausstellung im Badischen Landesmuseum Konstanz zeigt vom 27. April bis 21. September 2014 wertvolle Exponate aus der Konzilszeit. Und auf dem Münsterplatz machen die Konzilsfestspiele die Geschichte des Mittelalters lebendig. Das Konstanzer Konzil war das kirchenpolitische Großereignis des Mittelalters. Zwischen 1414 und 1418 trafen sich Vertreter der abendländischen Christenheit zu einem Konzil am Bodensee. Konstanz wurde zum Zentrum der europäischen Politik und zur Begegnungsstätte der Kulturen.
Eine weitere besuchenswerte Ausstellung zeigt die Stadt Aachen in Nordrhein-Westfalen mit dem „Karlsjahr 2014“. Insgesamt sind vom 20. Juni bis zum 21. September 2014 drei verschiedene Orte an der Ausstellung unter dem Titel „Karl der Große – Macht Kunst Schätze“ beteiligt. In der Domschatzkammer werden unter dem Titel „Verlorene Schätze“ Kostbarkeiten aus der Karolingerzeit und dem Mittelalter gezeigt, die im Laufe der Jahrhunderte aus Aachen verschwanden und für die Ausstellung noch einmal an ihren ursprünglichen Platz zurückgeholt werden.
Etwa 30 Werke aus der Hofschule Karls des Großen in Aachen sind in der Teilausstellung „Karls Kunst“ im neuen Centre Charlemagne zu sehen. Eines der Highlights der Ausstellung wird das „Lorscher Evangeliar“ sein, eine der berühmtesten karolingischen Bilderhandschriften.
Der dritte Teil der Sonderausstellung ist unter dem Titel „Orte der Macht“ im Krönungssaal des historischen Rathauses zu sehen. In dem Rathaus legten Könige des Heiligen Römischen Reiches jahrhundertelang ihren Eid ab. In der Ausstellung können sich Besucher anhand von etwa 250 Exponaten ein Bild davon machen, wie Aachen zur Karolingerzeit aussah und was die Aachener Pfalz zum Machtzentrum und kulturellen Impulsgeber des fränkischen Reichs machte.
Weitere Tipps zu Kunst- und Kulturreisen sowie großen Ausstellungen finden Sie in den busplaner-Ausgaben 10 und 11/2013. ab

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