Fremd und geheimnisvoll

Redaktion (allg.)

Moskau zählt zu einer der dynamischsten Metropolen der Welt und blickt gleichzeitig auf eine ebenso bewegte, wie lange Geschichte zurück. Mit dieser Kombination bietet sich die russische Hauptstadt als attraktives Städteziel an.

Moskau, fremd und geheimnisvoll“ – mit diesen Worten beginnt ein deutscher Schlager, in dem die russische Hauptstadt besungen wird und der mit dem geschmetterten Refrain „werft die Gläser an die Wand“ endet. In eine faszinierende und zumindest manchmal auch durchaus geheimnisvoll erscheinende Metropole führt auch heute noch eine Städtereise nach Moskau, dessen Attraktionen deutsche Bus- und Gruppenreiseveranstalter Ende März bei einer mehrtägigen Inforeise des Paketers „BFS – Die Gruppe“ kennen lernten.
Moskau hat rund zwölf Millionen Einwohner und ist damit eine internationale Metropole, die auf eine bewegte Geschichte zurückblickt. Das dritte Rom wurde die russische Hauptstadt einst genannt, sie war Zentrum der russisch-orthodoxen Kirche, Hauptstadt des Zarenreichs, Hauptstadt der Sowjetunion und heute Mittelpunkt und Regierungssitz der Russischen Republik. Jede dieser Epochen hat in der Stadt ihre Spuren hinterlassen und bietet mit Architektur, Museen, Kirchen und typischen Stadtvierteln eine ganze Reihe von Anknüpfungspunkten für attraktive Reiseprogramme, die thematisch auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten werden können. Moskau bietet die Möglichkeit, um Städtereisen oder Kurztripps aufzulegen oder aber kann mit Zielen in der Umgebung zum wichtigsten Baustein und thematischem Aufhänger einer mehrtägigen Rundreise in Russlands Geschichte werden.

Stadtführung unter der Erde
Eine originelle Möglichkeit für die Gruppe, um Russlands Hauptstadt zu entdecken und gleichzeitig ein guter Auftakt für das Programm, ist eine Stadtführung mit der Moskauer Metro. Mit rund 150 Stationen und einem Liniennetz von gut 200 Meilen zählt die Moskauer U-Bahn zu einem der größten U-Bahnnetze weltweit. Mit dem Bau begonnen wurde in den 30er Jahren. Die unter der damaligen Sowjet-zeit errichteten ersten Metro-Stationen kennzeichnet ein außergewöhnlicher Prunk (zudem ist die Moskauer U-Bahn außerordentlich sauber). Mit den kunstvoll gestalteten Decken, Mosaiken, Malereien und Skulpturen erinnern diese Stationen eher an Festsäle, denn als Umsteigepunkte des ÖPNV. Zwei besonders kunstvoll gestaltete Stationen, die Majakowskaja- und die Kropotkinskaja-Station, wurden von der UNESCO gar zum Weltkulturerbe erklärt. Mit der Gruppe kann man mittels der verschiedenen U-Bahn-Linien zu den schönsten Haltepunkten fahren und so eine Stadtführung unter der Erde unternehmen.
Die Metro führt auch zum Kreml, dem Herzen der Stadt und einem aus zahlreichen Krimi- und Agentenfilmen bestens bekannten Schauplatz. Der erste Kreml wurde im 12. Jahrhundert auf einer Anhöhe über der Moskwa erbaut, damals noch aus Holz. Ende des 15. Jahrhunderts wurden dann die steinernen Mauern, Tore und Türme errichtet, die im Wesentlichen noch heute zu sehen sind. Berühmt sind die Turmuhr auf dem Spasski-Turm sowie die riesigen roten Sterne, die die Türme krönen. Die Gesamtlänge der Mauern beträgt über zwei Kilometer. Im und um den Kreml kann man mehrere Stunden verbringen, so viel gibt es dort zu sehen. Ein absolutes Muss sind die historischen Kathedralen, die den Mittelpunkt des Kreml bilden und in denen einst die Krönungen und Trauungen der Zaren stattfanden. Die Verkündigungs-Kathedrale ist hingegen letzte Ruhestätte von Fürsten und Zaren bis zum Jahre 1700. Ebenfalls im Kreml befindet sich die Rüstkammer, eines der ältesten Museen der Stadt überhaupt. Hier können Waffen und Rüstungen, aber auch Kutschen, Throne und Schmuckstücke bewundert werden. Ebenfalls eine Hauptsehenswürdigkeit und ein beliebtes Fotomotiv ist die große Zarenkanone, die über 40 Tonnen wiegt und ein Kaliber von 890 mm hat. Gegossen wurde die Bronzekanone Ende des 15. Jahrhunderts und diente wohl vor allem zur Abschreckung.  
Unmittelbar an den Kremlmauern liegt der Rote Platz, zur Sowjetzeit Schauplatz der großen Militärparaden. Auf russisch heißt der Platz „Krasnaja“, was „Schöner Platz“ bedeutet und durchaus passend ist, denn mit seiner Ausdehnung und umgebenden Architekturensemble ist der Rote Platz einer der schönsten Plätze Europas. Hauptsehenswürdigkeit ist die Basilikus-Kathedrale, die Iwan der Schreckliche 1552 erbauen ließ, um seinen Sieg über die Tataren zu feiern. Die acht Kuppeln der Kirche sollen die acht Tage symbolisieren, die die entscheidende Schlacht gedauert hat. Der Legende nach, habe Zar Iwan die Baumeister nach Fertigstellung der Kathedrale hinrichten lassen, um damit zu verhindern, dass sie noch einmal ein so schönes Bauwerk schaffen können.
Schier unübersehbar ist die Zahl der Museen in Moskau, absolut sehenswert ist hier das Puschkin-Museum, das über die größte Kunstsammlung Russlands nach der Eremitage verfügt.

„Museum“ der anderen Art
Ein „Museum“ der etwas anderen Art ist der Friedhof beim Jungfrauen-Kloster. Dabei handelt es sich um einen Moskauer Prominentenfriedhof, auf dem berühmte Persönlichkeiten Russlands, vom Opernsänger über Generäle bis hin zu Politikern wie Boris Jelzin begraben wurden. Die Grabstätten sind kunstvoll und sehr individuell gestaltet und oftmals wahrlich staunenswerte Zeugnisse der jeweiligen Epoche.
Ebenfalls nicht fehlen sollte bei einer Moskau-Reise ein Besuch im Kaufhaus GUM, heute einem edlen Einkaufszentrum, das als das größte Warenhaus Europas gilt, sowie ein Spaziergang entlang dem Arbat, der ersten Fußgängerstraße Moskaus. Die Arbatstraße gilt als eine der Lieblingsstraßen der Moskauer, die Gegend Arbat wird als das „Montmartre“ der Stadt bezeichnet und ist bis heute eine Art Künstlerviertel geblieben, mit Bücherständen und Ausstellungen unter freiem Himmel. tb

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