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Autonomes Fahren: PostAuto legt erste Akzeptanzstudie vor

Parallel zum Projekt im öffentlichen Raum plant Betreiber Testareal in Bern.


Wer schon einmal im selbstfahrenden PostAuto in der Schweiz (busplaner berichtete) mitgefahren ist, hat mehr Vertrauen in die Technologie, und viele wünschen sich sogar, dass es mehr solche Busse gäbe. Passagiere äußern sogar bereits konkrete Verbesserungswünsche und neue Einsatzideen, um das Angebot auszubauen, etwa mit höheren Geschwindigkeiten, längeren Strecken oder als Shuttle auf Krankenhaus- und Firmengeländen. Das geht aus der ersten Akzeptanzstudie zum automatisierten Fahren in der Schweiz hervor, die die Post CH AG, Bern, kürzlich vorgelegt hat. Dabei handelt es sich um die Resultate von zwei qualitativen und quantitativen Akzeptanz- und Wirkungsstudien: eine des Marktforschungsunternehmens GIM Suisse AG in Zürich, eine zweite der Fachhochschule Westschweiz Wallis, Sitten.

Insgesamt 400 Personen befragt

Insgesamt wurden knapp 400 Personen zwischen April und Juni 2017 dazu befragt, was sie vom automatisierten Fahren generell und selbstfahrenden Bussen im Speziellen halten. Interviewt wurden zum einen Personen vor Ort in Sitten: Shuttle-Fahrgäste, Fahrrad- und Autofahrer, Fußgänger, Ladenbesitzer und Anwohner. Zum anderen wurden Personen in Luzern, Schaffhausen und St. Gallen telefonisch befragt, die automatisiertes Fahren noch nicht selber erlebt hatten. Das Ergebnis: Jeder Zweite (51 Prozent) aller Befragten hat demnach gar keine oder nur leichte Bedenken, wenn selbstfahrende Busse eingesetzt werden. In Sitten, wo die automatisierten Busse im öffentlichen Raum Alltag sind, macht diese Gruppe 62 Prozent aus. Mäßige oder große Bedenken, in einen selbstfahrenden Bus einzusteigen, haben 49 Prozent (in Sitten 38 Prozent). Im internationalen Vergleich steht die Schweizer Bevölkerung damit laut der Studie selbstfahrenden Bussen tendenziell positiv gegenüber. Laut einer internationalen Untersuchung von 2014 haben etwa in China 87 Prozent große Bedenken gegenüber selbstfahrenden öffentlichen Verkehrsmitteln, in den USA sind es 78, in Indien 77 und in Japan 75 Prozent.

Herausforderungen und Pläne

Eine der größten Herausforderungen in der Schweiz ist laut der aktuellen Befragung noch die Kommunikation zwischen den Shuttles und den anderen Verkehrsteilnehmern. In Kürze wollen die Verantwortlichen bei PostAuto entscheiden, ob der Testbetrieb in Sitten am 31. Oktober 2017 zu Ende geht oder zeitlich und geografisch ausgebaut wird. Parallel zum Betrieb im öffentlichen Raum haben PostAuto und die Post ein abgeschlossenes Testareal im Berner Quartier Stöckacker in Betrieb genommen. Dort soll der Betrieb neuer Funktionen im Zusammenhang mit dem automatisierten Fahren im ÖV getestet werden. Bei der On-Demand-Funktion können sich Nutzer beispielsweise das komplett unbemannte PostAuto per Smartphone-Klick zu sich bestellen. Diese Funktion dürfte mittelfristig auch auf Straßen möglich sein, teilt PostAuto mit. Im Gegensatz zu abgeschlossenen Arealen sei im öffentlichen Raum allerdings vorschriftsmäßig noch eine Begleitperson an Bord.

 


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