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Personal: MVG und Verdi streiten um Arbeitszeiterhöhung

Gewerkschaft will mehr Geld für Fahrer, Verkehrsbetriebe 40-Stunden-Woche.


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Seit Juni laufen Tarifverhandlungen zwischen der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) und der Verdi - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Berlin. Die Gewerkschaft fordert dabei deutlich mehr Lohn für das Fahrpersonal, während der Arbeitgeber eine Erhöhung der Arbeitszeit bei den Fahrern erreichen will. Mit einem Warnstreik erhöhten die Gewerkschafter Mitte September den Druck auf die Verkehrsgesellschaft.

Verdi fordert 120 Euro mehr pro Monat

Laut Verdi erhält ein Bus-, Tram-, oder U-Bahnfahrer bei der MVG aktuell 2.280 Euro brutto als Grundgehalt, zuzüglich Schichtzulagen und Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit. In den Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft für die MVG-Beschäftigten eine Erhöhung der Monatsgehälter um 120 Euro. Nach zwölf Monaten sollen sie um weitere fünf Prozent angehoben werden. Weiterhin werden Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gefordert. „Die Beschäftigten der MVG brauchen mehr Geld und nicht eine längere Arbeitszeit. Die Belastung hat im Nahverkehr in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Wir brauchen qualifizierte und gesunde Beschäftigte, die von ihrem Einkommen in München leben können“, so kommentiert Franz Schütz, Verdi-Gewerkschaftssekretär Verkehr, das Arbeitgeberansinnen.

MVG für 17 Minuten Mehrarbeit pro Tag

Laut der MVG-Geschäftsführung ist die von dem Verkehrsbetrieb angebotene Arbeitszeiterhöhung von 38,5 auf 40 Stunden freiwillig und jährlich zu- beziehungsweise abwählbar. Sie wäre mit einer erheblichen Gehaltssteigerung um bis zu 14 Prozent verbunden. Das Arbeitgeber-Paket umfasse zudem neue Entwicklungs- und Qualifikationsperspektiven, um den Fahrerberuf weiter aufzuwerten, teilt das Unternehmen mit. „Es geht um lediglich 17 Minuten Mehrarbeit pro Tag, noch dazu freiwillig und individuell gestaltbar. Schade, dass Verdi diesen zukunftsgewandten Weg nicht mitgehen will", urteilt Werner Albrecht, Geschäftsführer Personal und Soziales bei SWM und MVG. „München wächst, die Lebenshaltungskosten steigen – gerade auch für unsere Mitarbeiter im Fahrdienst. Gutes Geld bei überschaubarer Mehrarbeit erleichtert unseren Beschäftigten das Leben in München und macht die MVG auch als Arbeitsgeber attraktiver. Das ist notwendig, um für die weiteren, aufgrund des Stadtwachstums erforderlichen Angebotsverbesserungen genügend Fahrpersonal zu gewinnen“, ergänzt Ingo Wortmann, SWM-Geschäftsführer Verkehr und MVG-Chef.

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